Nu, Digger, watt willste?
Diese Sprache! Sie ist ja für jeden etwas anderes; Franzosen reden anders als Russen, Berliner anders als Bayern und Dresdner anders als Leipziger. So weit nichts Neues. Man versteht sich, man nimmt Hände und Füße, Augen und Nase, Mund und Mund, um sich zu verstehen, dem anderen was begreifbar oder unbegreifbar zu machen.
Aber es ist ganz schlimm, die Sprache verändert mich - und ich verändere meine Sprache. Kaum in Dresden angekommen, berlinerte ich mehr als ich das jemals in Berlin getan hätte. Dann kam das Dresdner Sächsisch, das ist zwar furchtbar, aber manchmal erwische ich mich, “Nu” zu sagen, wenn mich die Verkäuferin etwas fragt. Ich meine dann “Ja”. Dann kam mein Mitbewohner; der kommt aus Hamburg und sagt “bitter”, wenn er “sehr” oder “richtig” meint. “Das ist so bitter scheiße”, verläßt jetzt also auch meinen Mund.
Dazwischen dann aber auch “Siehste”, “Weeste”, “Kieckste” - ich bin mittlerweile sprachverwirrt. Aber zum Glück merke ich es noch. Manchmal.
Und ihr? Welche Sprachen mischt ihr? Seid ihr die Reinkultur des Hochdeutsch? Könnt ihr nicht mehr ohne französischen Akzent? Oder redet ihr frei nach Schnauze?
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Name: Friedhelm Weinberg


Ja, es kommt hin und wieder vor, dass man merkt, wie sehr man selbst berlinert. Gerade, wenn man woanders ist, versucht man das auch zu kaschieren und hochdeutsch zu sprechen.
Was ich ab und zu aus der Region rund um Speyer/Mannheim/Ludwigshafen sage: “Ei jo!” So was wie eine Zustimmung. Sagen die Pfälzer ziemlich oft.
Ich mag sehr das Rheinische und das Norddeutsche.
Mein deutsch wird immer höher. Und dabei sitz ich direkt drin in der Hauptstadt… Aber die anderen Studenten um mich rum kommen aus allen Winkeln des Landes, da etabliert sich so schnell kein Regionalismus.
Sogar mein Englisch hat den “Ascheberscher” Dialekt. Der Dialekt wird in und um die schöne Stadt Aschaffenburg gesprochen.