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Sie traten an in roten Anzügen, die glitzerten; mit Trompete, Flügelhorn, Basstuba und ähnlichem bewaffnet wollten sie nichts weniger als das Puschkin in Dresden verrückt machen. Es sollte ihnen gelingen, Fanfara Kalashnikov ließen die Menge schwitzen, toben und sich in die Arme fallen.

Die Rumänen holten später noch die Diva Anita auf die Bühne, die mit ihrem Gesang Dresden endgültig auf den Balkan verlegte. Der „Balkan Speed Brass“, wie sie ihre Musik selbst bezeichnen, war mal mehr Blaskapelle, mal mehr Folk, mal mehr Klezmer. Aber es war einfach eine Freude zu sehen, wie ein kleiner Mann unter einer großen Basstuba verloren wirkt – sie aber doch beherscht; wie spielfreudig Saxofon und Trompete ihre Soli gaben. Und es war dann nicht in Ansätzen anstrengend, zweieinhalb Stunden zu tanzen.

Sollte die Band in die Stadt eines Lesers kommen, gilt nur eins – hingehen.

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