Später noch als Mid-Life-Crisis
• FILMsein • Beppo kann es nicht lassen. Weil ein Schüler zu frech ist, stört und sich nicht auf tschechische Poesie einlassen will, nimmt Beppo den Schwamm und quetscht ihn über dem Kopf des Jungen aus. Das hat Beppo nun schon zum vierten Mal getan und weil es Ärger gibt, entscheidet sich Beppo, nicht mehr zu unterrichten. Der 65-jährige will weiter arbeiten und versucht sich als Fahrradkurier - bis er sich das Bein bricht. Sein nächster Job ist im Supermarkt: Er nimmt die Flaschen an, flirtet und verkuppelt. Beppo macht das glücklich. Seine Frau ist sauer - sie will, dass er in den Ruhestand geht und Zeit mit ihr verbringt.
“Leergut” hat keinen besonders ausgefallenen Plot. Aber mit viel Witz und Charme, mit toller Musik und tollen Bildern und nicht zuletzt Dank des gnadenlosen Optimismus, ist es ein wirklich sehenswerter Film. Der alte Beppo ist herrlich schrullig: Wenn er mit dem Ex-Mann seiner Tochter redet, dann sprechen die beiden offen darüber, dass es im Bett nicht mehr läuft. Und wie sie es tun! Es ist komisch, nicht albern. Und es ist eine Geschichte, die das Kino selten erzählt: Die von alten Leuten.

Läuft in Dresden im Kino in der Fabrik und im Programmkino Ost.
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Name: Friedhelm Weinberg


Jetzt musst du uns nur noch den Filmtitel verraten.
Oder ab ich den überlesen?
Ähmm, ich meinte natürlich: Leergut!
und v.a. im tschechischen Originalton ist der Film toll… egal ob die Untertitel manchmal etwas verkürzen, aber die Stimmung des Films kommt erst mit der “richtigen” Sprache, “richtig” zur Geltung.
Ah, okay. Klingt auf jeden Fall gut. Wenn ich mal dazu komme, werd ich mir den noch ansehen.
Ist der nicht oscarnominiert? (bester ausl. Film) oder irre ich mich da?
@Robert: Da der Film nicht damit wirbt, irrst du dich wohl.
Übrigens habe ich ihn auch als Original mit Untertiteln gesehen und bin geteilter Meinung. Zum einen ist es natürlich ein Stimmungszugewinn, zum anderen lenkt ein das Lesen der Untertitel auch von den wirklich grandiosen Bildern ab.
Hab mich tatsächlich geirrt.
Ich finde, man gehört relativ schnell an Untertitel. Man darf nur nicht so weit vorn im Kino sitzen.
…ähm, ich wollte sagen: Man gewöhnt sich relativ schnell…