• WIRsein Jeder, der zur Schule geht oder studiert kennt sie: Prüfungen. Die treten gern gehäuft auf und fordern zumindest in der Uni eine Vorbereitung. Dafür wird dann gelernt und gelernt und gelernt. So kann man dann locker einen Monat verbringen, nur mit Stoff einprügeln, gern Definitionen auswendig lernen, sich diesen Gedankengang nochmal vergegenwärtigen und so weiter. Das macht den wenigsten Spaß, doch das muss ja kein Kriterium sein.

Aber bringt es denn etwas?

Prüfungen haben viele Vorteile. Sie stellen sicher, dass sich jemand mit einem Thema beschäftigt hat und es womöglich auch noch verstanden hat. Zumindest in der Prüfung. Klausuren und mündliche Prüfungen versetzen einen auch in den Stress, den so etwas ausmacht. Das kann hilfreich sein, denn, so blöd es klingt, es härtet ab. Und Prüfungen helfen, Menschen  und ihre Leistungen zu vergleichen.

Denn manch einer kann besser auswendig lernen, der andere besser mit Stress umgehen oder einer kann keins von beiden. Das ist dann auch der Haken: Die Vergleichbarkeit ist äußerst fraglich, denn auf der Prüfung steht dann nicht drauf: Prüfling kann gut denken, war aber zu faul zum lernen. Da steht dann auch nicht drauf: Prüfling ist schweineblöd, aber dafür sehr fleissig. Da steht dann womöglich bei beiden 2,3.

Und dann ist da noch das Vergessen. Wenn ich zurückdenke, was ich mir für das Abitur in Geschichte eingehämmert habe, dann finde ich sicherlich vieles wieder. Aber lange nicht alles. Und wenn ich daran denke, dass ich mich Anfang des Monats mit Internationaler Politik beschäftigt habe, dann seh ich da nun vor lauter VWL auch kaum noch annähernd so viel, wie es einmal war.  Und was ich noch weiß, das habe ich zum großen Teil aus Vorlesung und Pflichtlektüre.

Also – wozu Klausuren?



2 Responses to “Freitagsrede (4)”  

  1. Reine Schikane…

  2. Für Leute wie mich, die aus den Veranstaltungen kaum etwas mitnehmen. :(


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