FILMsein Gerade rast er durch die Feuilletons und alle sagen nur das eine: Teeniefilm, aber nicht so gleich, viel näher am Leben. Und dann sagen alle noch, dass die Drehbuchautorin nen Oscar gewonnen hat und vorher auch mal Stripperin und Bloggerin war. Aber mit “Juno” hatte sie defintiv mehr Erfolg und ohne ihre Strip- und Blogkünste zu kennen: zu Recht.

Der Film erzählt die Geschichte einer Sechzehnjährigen, die mehr aus Langeweile mit ihrem besten Freund schläft und dabei auch noch schwanger wird. Juno ist dabei rotzig und nicht das typische Highschoolmädchen, am liebsten spielt sie Gitarre und hängt rum. Einfach ohne was zu tun. Dabei hat sie eine ziemlich große Klappe, aber traut sich dann doch nicht abzutreiben und sucht Pflegeeltern. Die sind Spiesser. Der Rest des Films erzählt von Stress in der Schule, ein bisschen Liebe und einem Mädchen, das immer dicker wird, sich aber nicht großartig verändert.

Der Film ist gut. Er ist etwas origineller als der durchschnittliche Hollywoodfilm, doch das macht ihn noch lange nicht wirklich ausgefallen. Schön ist er schon und die tollsten Momente sind immer dann, wenn Musik erklingt. Kimya Dawson, die früher mit Adam Green zusammen Musik gemacht hat, hat einen Soundtrack mit ihren wundervollen Antifolk-Songs gemacht. Das passt ganz wunderbar, weil die Lieder auch alle so wie Juno sind: unangepasst und witzig.

(Auf englisch schauen macht mehr Spaß, würde ich sagen. Der deutsche Trailer klingt zumindest furchtbar synchronisiert.)

Läuft in Dresden im blöden Multiplex, im blöden Multiplex, im blöden Multiplex und bestimmt bald auch in nem schönen Kino.



7 Responses to “Was für ein Soundtrack!”  

  1. 1 Robert

    Die “blöden” Multiplexe sind aber meist die preiswerteren, zumindest in Berlin für Stundenten.

  2. 2 wahlberlinerin

    Das stimmt nicht: Cinema am Walter Schreiber PLatz am Kinotag 3€. Sogar für Nicht-Studenten.

  3. 3 wahlberlinerin

    Und Friedhelm: Kino statt Freunde???

  4. 4 Andrea

    Der Film ist in der deutschen Synchronisation übrigens auch ganz gut…

  5. 5 Michaela

    Ich war auch positiv überrascht. Letztendlich sind es, denke ich, die frechen Sprüche, die den Film so unterhaltsam machen.

  6. 6 Robert

    Auch von mir 4 Sterne.

  7. 7 berghaus

    Also ich kenne die Lage in Berlin nicht ganz genau, aber zumindest in Dresden sehe ich die Tendenz preislich eher und atmosphärisch sicher bei den kleinen Kinos. Ein ganz tolles ist bei mir auch gleich um die Ecke, das kommt dann noch dazu. Da gibts dann manchmal auch Stummfilme mit Live-Klavier.

    Ach, Freunde habe ich trotzdem. Kann mich nicht erinnern, mal einen Film allein gesehen zu haben. Keine Sorge.

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