Sonntagmorgen – Samstagabend
• ALLTAGsein •
An dem ersten Sonntag, an dem ich seit Anbeginn der Zeit vor Acht Uhr morgens aufgestanden bin, ist die Zeit, alles mal ruhiger angehen zu lassen. Das mit der Mikroökonomie, das mit dem Wachwerden und das mit dem, was ich sonst noch tun könnte.
Kurzum: Während ich eigentlich nichts tue, finde ich das nicht so schlimm. Ich bin ja früh aufgestanden, der Tag ist noch lang. Aber so sehr mir die Sonne und die Wärme gefällt, weiß ich doch, dass ich davon nicht viel sehen werde. Dafür mehr von der Mikroökonomie. Dieser Tag wird mich noch einholen, doch bis es so weit ist, denke ich noch einmal an den vergangenen Abend.
Ein eindrucksvolles Schauspiel, fällt in den Kopf zurück. Als ich von der Augustusbrücke komme, schaue ich auf das Gebäude, von dem mir jetzt erst auffällt, dass ich gar nicht genau weiß, was drin ist – halt was altes in der Altstadt. Und einige Minuten kann ich nichts tun, nur gebannt draufschauen; viele Menschen tun es mir gleich. Unmengen von Fledermäusen kreisen um das angestrahlte Gebäude. Wieder und wieder. Es hat etwas mittelalterliches, etwas weit Entferntes, fremdes, aber beeindruckendes.
Für mich ist jetzt trotzdem wieder Sonntag morgen, die Bibliothek öffnet in zehn Minuten, ich mache mich auf den Weg.
Filed under: freithema | 2 Comments
Tags: Altstadt, Beobachtung, Dresden, Fledermäuse, Leben


Name: Friedhelm Weinberg


Drin sind vor allem Holzbänke. Es ist die katholische Hofkirche.
Gut, dass einer Ahnung hat, haben muss. Ich dachte mir nur was Richtung Kirche wegen des Turms, aber Monumentalbauten landen sehr schnell in der Schublade.