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So gesehen:

Der Veteran traegt viele Orden, eine dicke Brille und ein Puma-Basecap.

An der Karl-Marx-Strasse. Hier steht der erste Panzer, der in Minsk einrollte, nachdem die Deutschen vertrieben wurden; im ehemaligen Offizierskasino ist das schnellste Internetcafe der Stadt (wo das hier geschrieben wird); und Lukaschenkas Arbeitsdomizil ist auch hier.

Haette Juli Zeh (Die Stille ist ein Geraeusch. Eine Reise durch Bosnien – lesenswert!) in Minsk einen McDonalds gesucht, den sie in Bosnien nicht fand, sie haette drei gefunden, die auf der englischen Touristenkarte penibel aufgezeichnet sind.

Beliebter Ausflugsort fuer Studenten? Cafe Alcatraz (sic!) am Palast der Republik, der hier uebrigens in neuem postsowjetischen Glanz erstrahlt. Einrichtung wie ein Gefaengnis.

Es gibt mindestens zwei Suschi-Restaurants.

Die Stadtfuehrerin sagt, dass Minsk die einzige ehemalige Sowjetstadt in einem einheitlichen Stil ist. Weil hier alles im zweiten Weltkrieg zerstoert wurde, konnte alles im pompoesen sozialistischen Realismus wiederaufgebaut werden – das heisst, das hier ganz viel so aussieht, wie die Stalinbauten an der Karl-Marx-Allee in Berlin.

Betrunkene Jugendliche, die laut Musik aus ihrem Handy hoeren, schaffen es in ihrer Trunkenheit noch die 50-jaehrige Schaffnerin anzuflirten. Sie reagiert unwirsch.



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