Posts Tagged ‘Leben’

• WELTsein • Wir sprechen Englisch, wir fallen auf, werden angesprochen und ich kriege Angst. Der Mittzwanziger will erst einmal wissen, was mein Opa im Krieg gemacht hat; und er sieht so aus, als sucht er nur einen Grund, um mich zusammenzuschlagen. Ich bereite mich, davon zu rennen.
Dann will er wissen, was Aeltere in meiner [...]


• WELTsein •
Als das Wasser am Dienstagmorgen nicht ganz so kalt wirkte, wie am Montag, lag nicht nur daran, dass an Dienstagen alles leichter faellt als an Montagen, es waren die ersten Anzeichen warmen Wassers. Mein Zimmergenosse hat seitdem dreimal geduscht, so viel wie die gesamte letzte Woche nicht. Ich habe fleissig Sachen gewaschen. Mehrere [...]


• WELTsein •
Das Wasser ist seit fast zwei Wochen kalt, aber an Montagen ist es noch kaelter. Gefuehlt.
Russische Bands, die sich Kippas und Peruecken aufsetzen, koennen das alternative weissrussische Publikum durch massive Bloedelei begeistern.
Eine Zugfahrt nach Kiev kostet 20 Euro.
Auf dem Stadtfest sind mehr Polizisten als Zuschauer – ob das an der Angst vor Anschlaegen [...]


• WELTsein •
Nachdem mich Herr Lehmann ( „Mein Bruder“ von Sven Regener – lesenswert!) schon beim umsteigen in Riga verliess, machte ich mich bereit, jeglichen Resten Deutschlands im Kopf auf Wiedersehen zu sagen. Es gelang im Flugzeug, als ich mich mit der franzoesisch-belarussischen Oma mit einer Mischung aus Franzoesisch, Russisch und Fuchteln unterhielt. Aber [...]


• ALLTAGsein • Ich küsste den Asphalt. Das war weder Absicht, noch Wunsch, aber es passierte; ein bisschen mochte ich es, zwar drehte sich einiges, aber nicht alles und das, was stehenblieb, hängen blieb, zurück blieb, erschien umso klarer. Es ist immer eine gute Zeit, nachzudenken, wenn einem Blut aus der rollsplittgetränkten Wunde läuft, die [...]


• ALLTAGsein •
An dem ersten Sonntag, an dem ich seit Anbeginn der Zeit vor Acht Uhr morgens aufgestanden bin, ist die Zeit, alles mal ruhiger angehen zu lassen. Das mit der Mikroökonomie, das mit dem Wachwerden und das mit dem, was ich sonst noch tun könnte.
Kurzum: Während ich eigentlich nichts tue, finde ich das nicht [...]